Der analoge Film ist zurück

…. aus der Entwicklung. Danke an Kathrin, die unsere Filme bei Photo Preim in Aachen, die tatsächlich noch selbst entwickeln, abgegeben und auch wieder abgeholt hat. (muss ich da jetzt unbezahlte Werbung dazuschreiben?)


Rückblick: Kathrin und ich waren letzte Woche zu zweit mit natürlich ausreichend Corona-bedingtem Abstand auf analoger Fototour in Aachen auf dem Lousberg, Salvatorkirche und in der Soers unterwegs. Schwierigkeit war im Nachhinein glaube ich, dass es nicht gerade sehr einfach ist, im „Alltäglichen“ gute Motive zu finden und dann noch bei nicht einfacher Lichtsituation mit trotz spätem Nachmittag noch ziemlich praller Sonne. Aber wir haben den ersten Film voll bekommen.

Bei dem Dynamikumfang kann man glaube ich nicht meckern.

Mehrmals haben wir beide gefühlt minutenlang die richtige Bildkomposition gesucht und dann beim Auslösen gemerkt, dass wir vergessen haben, den Hebel zu spannen. Beim Portraitieren von Kathrin gab es regelmäßig geschlossene Augen und kein 4. Bild auf dem das dann nicht mehr so war.

Ich hatte sowohl die kleine Rollei XF35 mit also auch die Minolta SRT303, diese mit einem Schwarz-Weiß-Film.
Praxis-Bewertung: Die Rollei ist klein, leicht, easy zu handeln. Macht Spaß und liegt gut in der Hand. Der Belichtungsmesser ist gut sichtbar im Display. Die Schärfeeinstellung ist bei dem kleinen Messsucherbereich nicht immer ganz so einfach. Und selbst viel einstellen kann man halt nicht. Kann Vor- aber auch Nachteil sein. Ich glaube, am meisten negativ aufgefallen ist mir, dass der minimale Fokussierabstand so ungefähr beim einem Meter liegt… aber sonst ist die Kamera ne coole Socke.
Und ich hab beim Surfen im Internet zur Kamera noch einen Tip gelesen, den ich beim nächsten Mal auch anwenden werde: ein ND-Filter kann zu einer gewissen Tiefenschärfekontrolle führen, da die Kamera dann halt die offene Blende wählt… Ideen muss man haben.

kleine Schärfentiefe bei 1m minimaler Fokussierdistanz. Interessant 😉



Die Minolta SRT303 ist einfach viel zu schwer (für mich), allerdings kann man sich mit ihr, was die manuellen Einstellungsoptionen angeht, austoben und hat super Möglichkeiten mit der Tiefenschärfe zu spielen. Leider klemmte nach einigen Fotos der Spiegel nach dem Auslösen und fuhr nicht mehr automatisch nach oben, das ging dann erst wieder beim Spannen. Matthes (Danke!!) ist so nett, sich das mal anzugucken, wahrscheinlich muss da irgendwas an der Mechanik gesäubert werden. Also wurde auch nur der Rollei-Film entwickelt.

Und heute gabs dann die Fotos:
Ist ja schon ein bisschen spannend, diese Fototasche (so wie früher LOL), aufzureißen und die Fotos durchzugucken. Echte Abzüge! Auf Fotopapier LOL ! Und ich bin ganz zufrieden. 🙂
Fakt: die Rollei XF35 funktioniert auch nach über 45 Jahren noch. Kein Problem mit Lichtdichtungen (die hat sie nämlich bauartbedingt nicht), Schärfe ist auch voll ok, der Belichtungsmesser bekommt das hin (seit ich die Kontakte gereinigt habe und die Batterie erneutert habe) und das Objektiv überzeugt auf ganzer Linie. Zeiss halt.

Indoor macht sowohl der Hund als auch der Fuji superia XTRA 400 eine gute Figur


Der Fuji superia Xtra 400 ist ein echt guter Film würde ich sagen.. er hat einen gewissen Look, ist dabei aber sehr fein. So fein, dass ich sogar überlegt habe, bei den Fotos nach der Digitalisierung noch Korn drüberzulegen.


Ich glaube nicht, dass man auf den ersten Blick sehen würde, dass die Fotos analog sind.
Die Fotos, die nichts geworden sind, hab entweder ich versemmelt oder ich hab die minimale Fokussierdistanz unterschritten oder ich hab nicht vernünftig fokussiert.

Ich mag die Rollei :)) Ich glaube, die wird auch noch einen zweiten Film sehen.

Scharf.



Bin ich voll angefixt von analog? Hm. BRAUCHEN tu ich es nicht. Aber es ist ein gewisser Luxus. So wie die Sahne auf der Apfeltorte. Wenn man sich nur auf Motive konzentrieren will. Wenn kein Ergebnisdruck herrscht (auch nicht von mir selbst). Wenn man einfach was „ausprobieren“ will. Einfach mal was „so wie ganz früher“ machen will. Und ein analoges Schätzchen in die Hand nehmen will.

Ausprobieren will ich analog auf jeden Fall schwarz weiß. Ich werde sicher weiterberichten 🙂 .



Spaß hätte ich glaube ich auch an einer analogen Olympus.
Hat die vielleicht auch jemand auf seinem Dachbogen liegen? 🙂

Tschüss für heute und schießt Film oder macht einfach mal Fotos.




2 Replies to “Der analoge Film ist zurück”

  1. Schöne Fotos und den FujiFilm mag ich auch sehr, da die Farben etwas entsättigt sind und nicht so knallen.
    Ich mag das entspannte beim analogen und das man sich mehr Gedanken zum Foto macht.
    Freue mich schon, wenn wir mal wieder zusammen losziehen können.

    1. Genau, ich freu mich auch schon auf gemeinsame Fototouren. Da hat uns Corona ja echt einen Strich durch die Rechnung gemacht dieses Jahr. 🙁

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